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Die Sehnsucht nach der perfekten zweiten Hälfte

Ich selbst habe mich sehr intensiv mit dem Thema "Dualseelen" bzw. "Seelenpartner" auseinandergesetzt und auch in dieser Hinsicht eigene Erfahrungen. Zwischenzeitlich bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass es in erster Linie nun gar nicht wesentlich ist, zu wissen, ob für jeden Menschen die "perfekte andere Hälfte" geschaffen wurde oder nicht. Viel wesentlicher ist zu erkennen, weshalb die Menschheit diese tiefe Sehnsucht nach einer solch erfüllenden Partnerschaft in sich trägt.

Ganz gleich, ob du nun sicher bist, dass sogenannte Dual- oder Schwesterseelen existieren und ob du einen solchen Menschen bereits in dieser Inkarnation getroffen hast, wichtig ist für dich aus jener Begegnung die dir dienlichen Schlüsse zu ziehen.

Oft erlebe ich, dass Menschen, die glauben ihr perfektes Gegenstück gefunden zu haben, aufhören ihr eigenes Leben zu leben. Sie lenken ihren gesamten Fokus auf den anderen und richten alles danach aus. Selbst, wenn dieser Mensch sich abwendet und aktuell keine Beziehung wünscht, fällt es schwer, alleine in das Glück und die Lebensfreude zurückzufinden und ohne den anderen das Beste aus dem eigenen Sein zu machen.



Daher möchte ich dich, sofern du glaubst deiner Dualseele oder einem sehr besonderen Menschen begegnet zu sein, in diesem Beitrag kurz darauf eingehen, was aus meiner Wahrnehmung hinter dieser tiefen Sehnsucht nach dem anderen steckt.

Im Prinzip liegt die Ursache nach dieser uns erfüllenden und ergänzenden anderen Hälfte darin, dass wir Menschen uns freiwillig in die Dualität begeben haben. Somit drücken wir uns hiernieder selbst als ein eher männlich oder weiblich geprägtes Wesen aus. Unsere Ursprüngliche Wesensnatur befindet sich allerdings in der Balance beider Anteile und ist demnach androgyn. Dieser Wunsch nach einem erfüllenden Partner im Außen, soll also das Gefühl verschaffen, unsere beiden Pole wieder auszugleichen. Demnach suchen wir im anderen den göttlichen, gegenteiligen Anteil, der uns noch fehlt/nicht entfaltet ist. Tatsächlich ist es auch möglich innerhalb einer Partnerschaft diese vollkommene Verschmelzung und Einswerdung zu erleben, doch sind jene Zustände meist nur temporär und von kurzer Dauer. Ironischerweise können wir mit dem wahrhaftig für uns bestimmten Seelenpartner erst dann dauerhaft in einer Beziehung leben, wenn es uns zunächst gelungen ist, diesen Ausgleich in uns selbst zu schaffen. Darin Spiegelt sich das ewigwährende Gesetz: "wie Innen so Außen". Deshalb ist es für Menschen, die fühlen der zumindest glauben einem einzigartig passenden Gegenstück begegnet zu sein so entscheidend, mit der Aufmerksamkeit auf sich selbst zurückzukehren. Durch eine solche wahrhaftige Begegnung wird die tiefe Sehnsucht nach Harmoniserung unserer beiden gegenteiligen Anteile in uns nur weiter verstärkt, doch ist das Leben dieser Verschmelzung im Außen, eben erst nach der Verschmelzung im Innen möglich. Ansonsten bringt dicvh eine solche erlebte Begegnung eher immer weiter von deinem eigentlichen Sein und deiner spirituellen Entwicklung weg und du bleibst in Projektionen auf den anderen hängen und verlierst dich darin.



Wünschst du dir einfach so, ohne einem Seelenpartner begegnet zu sein, nichts sehnlicher als eine erfüllte Partnerschaft zu leben, beginne ebenfalls damit, diese Verschmelzung in dir zu erfahren und anzustreben. Alle geistigen Prinzipien sind nach den beiden Polen aufgebaut, welche sich, wenn sie zusammenarbeiten, in perfekter Weise ergänzen und Großartiges Vollbringen. Um in dir diese Vereinigung anzusterben, ist es zunächt erforderlich, dass du wahrhaftig bereit bist in dich zu schauen, ob du mit einem Prinzip noch Schwierigkeiten hast und dieses ablehnst. Eine Ablehnung gegen eines dieser Prinzipien kann sich in der direkten Begegnung mit Vertretern dieses Geschlechtes bemerkbar machen. Vielleicht fühlst du sehr häufig, dass dich bestimmte männliche/weibliche Verhaltensweise und Wesensarten triggern. Vielleicht lehnst du aber auch an dir eine Seite ab. Um diese Themen zu heilen und zu erkennen, kann dir z.B. meine Übung zur Integration und Heilung deines männlichen/weiblichen Wesensanteiles behilflich sein.

Innerhalb einer bereits bestehenden Partnerschaft, ganz gleich, ob mit einem Seelenpartner oder nicht, kannst du ebenfalls diese Vereinigung bewusst üben und an dir selbst arbeiten und auch in jener Beziehung schon zu einer Verschmelzung hinstreben.



Schaue hier einmal genau hin, womit dein Partner dich immer wieder triggert.

Welche Themen sind es, die der andere in dir anstößt?

Was kannst du ggf. an seiner Andersartigkeit partout nicht akzeptieren und annehmen und weshalb ist das so?

Hättest du insgeheim gerne auch so mache Wesensart zu eigen, traust dich aber z.B. nicht?

Oder magst du das Verhalten, welches der andere dir spiegelt nicht, weil du es evtl. an dir selbst nicht akzeptieren kannst?

Gab es vielleicht innerhalb deiner Familie immer weiderkehrende Themen, die dich dazu geführt haben, ein Geschlecht oder bestimmte damit verbundene Verhaltensweise abzulehnen?

Ist dir bewusst, dass du einige weibliche oder männliche Eigenschaften bisher nicht integrieren konntest, dies aber gerne möchtest, kannst du auch im Alltag einmal ganz gezielt damit üben. Bewunderst du z.B. die normalerweise als typisch männlich angesehene Fähigkeit der "Durchsetzungskraft", suche dir eine einfache Situation aus, in welcher du dich einmal bewusst darin übst dich durchzusetzen. Stimme dich davor kurz ein und erde dich ausreichend, um dich mit der weiblichen Energie zu verbinden. Erbitte zudem Gottes Führung und Schutz und spreche so auch das männliche Prinzip an. Neben der bewussten geistigen Arbeit ist nämlich immer auch die tatsächliche Handlung ein Schlüssel, um Neues zu integrieren und Altes loszulassen. Bist du in dir selbst immer näher an der Ausgleichung und Verschmelzung deiner Pole angelangt, wirst du von den äußeren Bedingungen unabhängig. Es ist nicht mehr zwingend notwendig, eine Partnerschaft zu leben, um dich "ganz" und "heil" zu fühlen. Du fühlst dich in dir erfüllt und kannst sodann auch einen Partner mit dem gleichen Bewusstseinstand anziehen, mit welchem das Leben einer erfüllenden Partnerschaft nun ebenfalls möglich ist.


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