Geistige Ursachen - Sucht nach Weißmehlprodukten

Durch die schrittweise Umstellung meiner Ernährung, bin ich zunehmend zu immer ursprünglicheren und unverarbeiteten Lebensmitteln zurückgekehrt. Besonders der Verzicht bzw. das starke Einschränken von glutenhaltigen und verarbeiteten Weißmehlprodukten, hat mein Wohlbefinden nochmals erheblich gesteigert.


Auf leiblicher Ebene konnte ich feststellen, dass meine Verdauung mir keine Lebensenergie mehr "weggenommen" hat und ich mich nicht mehr träge und aufgebläht fühlte. Einen Blähbauch kannst du anfangs allerdings auch beim Verzehr von sehr viel Rohkost bekommen, weil der Leib sich auch hierauf erst stückchenweise umstellen muss. Besonders ist es ratsam darauf zu achten, Früchte nicht nach gekochten Speisen bzw. als Nachtisch zu verzehren, darauf gehe ich in diesem Beitrag ebenfalls kurz ein.

Um auf verschiedenste Teigwaren zurückzukommen, gilt es ebenfalls in den Blick zu nehmen, dass der heutige Weizen extrem überzüchtet ist und der ursrpüngliche Glutengehalt wurde stark erhöht, sodass unser Leib es nicht gewöhnt ist, mit dieser Masse an Klebereiweiß umzugehen. Gluten hält nicht nur die Backwaren gut zusammen, sondern kann leider u.A. auch unseren Darm verkleben, besonders in solchem Übermaß konsumiert. Ich habe für mich allerdings generell festgestellt, dass ich auch nach dem Essen von Roggen-,Dinkel- oder anderen Geitredeprodukten mit Gluten, im Anschluss immer eine Art Schwere verspürte. Eigentlich ist mir dieser Unterschied erst ganz bewusst aufgefallen, nachdem ich einige Zeit auf diese Lebensmittel verzichtet habe. Auch hier kommt es zu dem Effekt, dass spirituelle Wahrnehmungen erschwert werden, da unsere Darmzotten ihrer Aufgabe, feinstoffliche Signale zu empfangen und weiterzuleiten, nicht nachkommen können, wenn der Darm ständig "vollgestopft" ist. Siehe dazu auch mein Blog-Beitrag zur geistigen Ursache von Zuckersucht.

Nun möchte ich aber besonders heraustellen, was ich für mich aus geistiger Sicht noch herausgefunden habe, weshalb ich früher oft ein starkes Verlangen nach Weißmehlprodukten und Teig hatte.



In der oft "hektischen und schnellebigen Gesellschaft" ist es natürlich auch praktisch, sich schnell mal zwischendurch eine Brezel oder ein Brötchen etc. beim Bäcker zu holen und dadurch scheinbar schnell und einfach gesättigt zu sein. Doch hatte ich tatsächlich oft Appetit auf Pizza, Pasta, Laugengebäck, obgleich ich nach Verzehr dieser einen Energieabfall bemerkte und mich hinterher in einer niedrigeren Schwingung fühlte.

Daher habe ich mich in Meditation begeben, um rückblickend zu erkenne, welche geistige Thematik dahinterstand.

Zum einen konnte ich für mich wahrnehmen, dass ich auf diese Produkte zurückgriff, wenn ich einen anstrengenden Tag hinter mir hatte und mich dafür mit solchen Gerichten belohnen wollte. Solch "anstrengende Tage" waren jene, in welchen ich mit der Verrichtung verschiedenster, für mich rein materiellen Pflichten befasst war, die ich einfach nur abhaken und hinter mich bringen wollte. Die dabei in mir entstandene Leere, dadurch dass ich dies rein automatisch, ohne meinen Geist einzubeziehen abarbeitete, sollte dann also wieder "gefüllt" werden. Wenn ich die Teigwaren dann aß, fühlte ich mich scheinbar und kurzzeitig erfüllt. Es stellte sich ein Scheinfrieden und eine Scheinruhe ein, für einen Moment war ich zufrieden und innere Unruhe und Rastlosigkeit verschwanden. Noch in mir ungelöste Themen oder mein Selbst, dem ich mich an solchen Tagen nicht zugewandt hatte, wurden gestillt und da mein Leib nun viel Energie für die Verdauung benötigte, waren alle anderen, geistigen Anstrengungen viel zu aufwenidig und stattdessen konnte man sich bequem dem so enstandenen, trägen Gefühl hingeben.

Ein Hinterfragen der Leere blieb aus und Zweifel wurden mit dem aufgestülpten Gefühl "Es ist ja doch alles in Ordnung" betäubt. Diese Erkenntnis hat für mich verdeutlicht, dass dem Menschen das Finden von individueller Erfüllung, in dem übermäßigen Verzehr solcher stark verarbeiteten Teigwaren, vorgegaukelt wird. Man funktioniert so weiterhin recht gut in dem Hamsterrrad, stellt nicht so viel in Frage und fühlt sich scheinbar dabei auch noch ganz gut und wohl. Auch dies ist wieder eine geschickte Möglichkeit, die Menschen von ihrem ursprünglichen Streben nach ihrem göttlichen Sein fernzuhalten und in einem Zwischenzustand zu halten. Unser Leib gewöhnt sich solche ungesunden Gewohnheiten leider schnell an und erzeugt zusätzlich ein unnatürliches Verlangen nach solchen Produkten, obgleich sie uns eigentlich schaden. Die Lösung liegt für mich darin, dass Dilemma auch aus geistiger Sicht anzugehen. Spüre in einer Meditation oder während des Essens, einmal selbst in dich hinein, welche "positiven Gefühle" entstehen in dir, wenn du solche Teigwaren ist, was möchtest du damit befrieden? Möchtest du ebenfalls eine Leere füllen, weil du etwas in dir noch gar nicht verwirklicht hast und deine in dir wohneneden Träume nicht manifestierst, sondern lieber unterdrückst? Strebst du nach deiner Berufung/Bestimmung? Fühlst du dich in deinem Leben erfüllt und siehst einen Sinn darin? Und was empfindest du, wenn du diese Produkte mal ganz radikal weglässt? Fühlst du dich dann traurig und leer oder vielleicht auch einsam? Habe den Mut, dich dem zu stellen, was da kommt und hinzusehen. So herausfordernd und schmerzhaft der ehrliche Blick in dein Inneres anfangs auch sein mag, so befreit und zunehmend stärker, wirst du dich hinerher fühlen.

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