Natürlicher Sex

Der Titel "Natürlicher Sex" klingt sicher zunächst etwas seltsam, dennoch möchte ich dazu gerne etwas schreiben. Denn für mein Empfinden ist der Sex in der heutigen Gesellschaft besonders aus der göttlichen Ordnung geraten. Folglich wird er missbraucht, indem er so sehr von seiner ursprünglichen Bedeutung abgeschnitten wird, dass er Menschen immer weiter weg von ihrem eigentlichen Sein treibt.

Diese Manipulation findet dabei schon seit langer Zeit, stückchenweise statt, sodass beinahe unbemerkt, Vorstellungen mit Sex verbundenen werden konnten, die vorher undenkbar gewesen wären und mit dem Kern nur selten noch etwas zu tun haben.

Besonders in den Blick zu nehmen ist dabei die zunehmende Verrohung des Geschlechtsverkehrs. Nicht zuletzt tragen Bücher wie "fifty shades of grey" massiv dazu bei, ein völlig verzerttes Bild zu zeichnen. Da eine Erfüllung im Sex nicht mehr gefunden werden kann, wenn seine ursprüngliche Bedeutung verloren ist, müssen immer stärkere Stimulationen folgen, damit der Leib überhaupt noch etwas spürt und zumindest einen Kick bekommt, da man schon abgestumpft ist und einen geistigen Sinn dabei völlig aus den Augen verloren hat. Pornos gucken wird als so normal angesehen, wie sich die Zähne zu putzen.

Aus spiritueller Sicht bedeutet mit jemandem zu schlafen aber, diesen Menschen vollständig zur eigenen Frau oder zum eigenen Mann zu nehmen. Diesen Bund schließt man mit der Absicht, so lange als möglich, vielleicht sogar für ein ganzes Leben, daran festzuhalten. Heutzutage ist Sex für viele Menschen zum vergnüglichen Konsum geworden. Frauen sind angeblich "emanzipiert", weil sie eine Schwangerschaft verhüten können und somit jederzeit und spontan mit jedermann in die Kiste steigen können- scheinbar ohne Konsequenzen. Doch die geistigen Folgen des häufigen Partnerwechsels und einer stumpfen Sexualität, sind weitreichender, als vielen bewusst ist.

Frauen sind die Hüterinnen der Sexualität. Das heißt, aus meiner Sicht, sie tragen das ursprüngliche Wissen des natürlichen Geschlechtsverkehres in sich und haben die Aufgabe den Mann dorthin zu führen. Dies liegt daran, dass Frauen häufig gefühlsbetonter sind und daher intuitiv spüren, dass die leibliche Vereinigung mit einem anderen Menschen, einen sehr tiefgründigen Ursprung hat, da hierbei auch immer ein energetischer Ausstausch untereinander stattfindet. Verschiedenste Energien, wie z.B. auch Ängste des anderen, können uns schon beim ersten Geschlechtsverkehr mit einem andere Menschen, beeinflussen. Besonders, wenn der Sex auf einer niedrigen Schwingung, also z.B. rein triebgesteuert oder gar gewaltsam stattfindet, können sich zusätzlich negative Fremdenergien einmischen und die Beteiligten beeinflussen. Hinzu kommt, dass ständig wechselnde Geschlechtspartner den Geist unruhig werden lassen und die eigene Identität verwässern, da von vielen Menschen geistiges Gut, in sich aufgenommen wurde. Ein Gefühl der Rastlosigkeit, Unbeständigkeit und auch Ziellosigkeit kann sich breit machen. Einige Menschen nehmen dies wahr, indem sie sich im Anschluss an den Geschlechtsverkehr einfach leer fühlen oder häufig auch urplötzlich sehr traurig. Geht man aber immer wieder über diesen Punkt hinaus, bemerkt man oft gar nicht mehr, dass da irgendetwas Schädliches dran ist. Man schweift weiter ab, braucht immer härteren Umgang, um überhaupt noch etwas zu fühlen.

Schon Kinder werden zunehmend früher in jene Bereiche, auf grobe Art hineingebracht, indem nicht zuletzt im Internet Inhalte für sie verfügbar werden, die nicht einmal für Erwachsene geeignet sind, sofern sie geistig gesund bleiben möchten. Der kindliche Geist ist sensibel , sowie leicht zu lenken und zu verletzen, darauf wird hier keine Rücksicht genommen. Dies macht mich sehr traurig. Eine verfrühte Sexualität trägt ebenfalls dazu bei, dass die eigentliche Bedeutung der Vereinigung zweier Menschen verloren geht. Nicht umsonst spricht man hier von Geschlechts-REIFE. Mittlerweile lastet auch nicht selten ein großer Druck auf jungen Menschen, möglichst schnell viele sexuelle Erfahrungen sammeln zu müssen, da dies dann mit "reif sein" oder "erwachsen sein" verwechselt wird, oblgeich das Gegenteil der Fall ist. Es gibt scheinbar keine Tabus mehr, jeder kann jederzeit mit jedem alles tun, was er "möchte".

Natürlicher Sex hat nichts mit Hast, Gewalt, Grobheit, Orgien und Gefühlskälte zu tun. Hier geht es um die Liebe als Basis, die zwei Menschen zusammengeführt hat und die aufgrund des Gefühls tiefer Verbundenheit, diese Menschen dazu bringt, sich auch leiblich vereinigen zu wollen. In diesem Falle wird die füreinander empfundene Liebe leiblich ausgedrückt. Agiert man aus der Liebe heraus, ist eine Verrohung und Abstumpfung von Vorne herein ausgeschlossen. Besonders wichtig ist hier die führende Aufgabe der Frau. Nicht umsonst wurde Sex lange Zeit als Männerdomäne angesehen, welcher sich Frauen zu unterwerfen hatten, um die Frauen anschließend mit einer scheinbaren Befreiung aus diesem Dogma zu dem unkontrollierten, freien und lustgesteuerten Ausleben ihrer "Triebe" zu verführen. Spürt die Frau in sich hinein, weiß sie, dass Sexualität Zeit benötigt. Es ist ein langsames aneinander Annähern, das zunächst auf geistiger Ebene durch geistigen Austausch erfolgt und den Aufbau von Vertrauen vorraussetzt. Die Liebe bildet sich in geistigen Bereichen und wird durch die leibliche Vereinigung besiegelt. Auch während des Geschlechtsverkehres, zeigt sich dies durch ein sanftes Näherkommen, das sich behutsam steigert. Salopp gesagt kocketiert die Frau und der Mann beißt an und erobert das weibliche Wesen Stück für Stück. Dieses Phänomen lässt sich überall in der Natur beobachten. Die Männchen umwerben die Weibchen. Erst nach einiger Anstrengung gelangen sie an ihr Ziel. Der Mann möchte von Natur aus seine Fähigkeiten unter Beweis stellen und der Frau auf diesem Weg präsentieren, dass er der "beste Partner" für sie ist. Auf diese Weise kann das natürliche Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern wieder hergestellt und wahrhaftige Liebe für das andere Geschlecht empfunden werden. Wenn Frauen sich verhalten wie Männer, hat der Mann keinen Dienst mehr, den er für die Frau, aus Liebe zu dieser, übernehmen kann. Das männliche und weibliche Ursprungswesen nicht mehr zu kennen und somit nicht mehr zu leben, führt zu steigender Unzufriedenheit.

Entscheidend ist es daher für die Frau, wirklich wieder zu lernen bei sich zu bleiben und nicht über die intuitiv gefühlten, natürlichen Grenzen zu gehen und den Mann liebevoll auch darauf hinzuweisen. Dies ist kein Ausschlusskriterium für Leidenschaft und empfundene Lust, ganz im Gegenteil. Auf dieser Grundlage, von der füreinander empfundenen Liebe ausgehend, findet der Mensch geistige, seelische und leibliche Erfüllung. Die Achtung und der Respekt für das andere Geschlecht steigen wieder. Die aktuelle Kultur entfremdet die Geschlechter leider gezielt voneinander. Überzogen ausgedrückt, werden Frauen als "unabhängige, erfolgreiche Einzelkämpferinnen" dargestellt, die sich nur ab und an eine leibliche Befriedigung vom Mann oder gar von ihrem Sexspielzeug, abholen. Männer hingegen sind oft als "unfähige, verweichlichte Dummköpfe" gezeichnet, die keine Frau zufrieden stellen oder gar glücklich machen könnten. Die ursprüngliche, natürliche Ergänzung zwischen Mann und Frau geht vollends vergessen. Gegensätze werden als unüberwindbare Hürden, statt Möglichkeiten voneinander zu lernen, dargestellt.

85 Ansichten1 Kommentar

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Agnihotra